›Bewahre den Dharma. Lebe in Eintracht. Strahle Liebe aus.‹ 
(Dhardo Rimpoche)

Fotostrecke Teil 1: Ein Stupa entsteht...


Herbst 2009 bis Frühling 2010


Rupadarshin, Angehöriger des Triratna-Ordens und gelernter Steinmetz, entwarf im Herbst 2009 verschiedene Varianten eines Stupa. Aus den 8 traditionellen Chörten-Formen entschieden wir uns für den "Erleuchtungsstupa".

Hier eine einfache Skizze, in perspektivischer Ansicht, so wie er von oben am Hang aus aussehen würde. Die Proportionen stimmen nicht wirklich, die Skizze soll nur einen Eindruck vermitteln.



Diese Stupaform hat nicht nur eine besondere Verbindung zum zentralen und wichtigsten Ereignis im Leben des Buddha - seiner Erleuchtung - sondern auch zu dem Ort, an dem dies geschah: Bodhgaya in Indien.

In Bodhgaya lernten Sangharakshita (der Gründer der Buddhistischen Gemeinschaft Triratna) und Dhardo Rimpoche sich erstmals kennen. Dieser Stupa ist Dhardo Rimpoche gewidmet und wird einen Teil seiner Asche enthalten.



Schon im Sommer 2009 entstand der Sockel, auf dem der Stupa stehen wird - später soll er mit Natursteinen verkleidet werden. Schon jetzt ist dieser Sockel in Vimaladhatu ein unübersehbares Vorzeichen für das, was kommen soll und Fokus für Gehmeditation, Ritual und Kontemplation.



Urgyen Sangharakshita hatte uns empfohlen, den Stupa aus einem einheimischen Naturstein anzufertigen. Nur 40 km von Vimaladhatu entfernt fanden wir ein schönes und geeignetes Material: Den Anröchter Stein. Es handelt sich dabei um einen Glaukonit-Kalkstein, dessen Färbung sich von grau über grünlich und bläulich bis ins Rötliche ziehen kann.

Hier begutachten Bodhimitra und Rupadarshin den Stein auf seine Eignung.



Unser Steinmetz Rupadarshin lebt in Südengland. Weil er nur teilzeit an dem Stupa arbeiten wird und aus beruflichen Gründen nicht für längere Zeit nach Deutschland kommen kann, will er die Steine für den Stupa in England bearbeiten. Aus dem Steinbruch Anröchte wurden die auf Maß geschnittenen Steinblöcke im Januar 2010 nach Südengland transportiert.



Bevor er mit der Arbeit beginnen kann, muss Rupadarshin zunächst eine Werkstatt einrichten. Aus starken Ästen und Tuch errichtet er in bewährter "Buddhafield"-Bauweise diese Zeltwerkstatt im Garten seines Wohnhauses. Hier im Winter zu sehen mit schneefester Abdeckung und Kältesperre vor dem Eingang. Ein nepalesischer kleiner Ofen hält ihn in den Wintermonaten einigermaßen warm.



Die Steinblöcke werden mit jahrtausendealten Methoden befördert...



... und auf die mit einfachen Mitteln gebaute Werkbank gehoben.



Rupadarshin beginnt mit einem Sicherheitsschnitt zum Schutz der Ecke



Nach dem Sicherheitsschnitt wird die erste Stufe abgeschlagen



Ein kurzer Schnitt mit dem Winkelschleifer wird vorgenommen. Dieser Winkelschleifer ist das einzige elektrische Werkzeug, das Rupadarshin verwenden wird. Alles andere ist reine Handarbeit.



Hier schlägt Rupadarshin ein größeres Steinfragment ab.



Der erste Stein ist nahezu fertig. Dieser Stein gehört zur untersten Stufe des Stupa - dem sogenannten "Thron"



Um das Gewicht des Stein zu reduzieren hat Rupadarshin innen Aussparungen herausgeschlagen. Die Steinblöcke werden in Vimaladhatu einen steilen Hang herunter transportiert werden müssen.



Der zweite Stein verlässt die Werkstatt und muss über aufgeweichten Boden transportiert werden



... und ist hier fertig und wieder gründlich gereinigt zu sehen.



Planungszeichnung einer umlaufenden Stufenecke



Der Anröchter Stein enthält viele fossile Einschlüsse. Hier sieht man eine große Muschel.



Die fossilen Einschlüsse sehen wunderschön aus, bereiten Rupadarshin aber besondere Mühe: Die Härte des Steins verändert sich fortwährend unter seinem Meißel und kann zu unvorhergesehenen Absplitterungen führen.



Rupadarshin bei der vorsichtigen Bearbeitung einer Fläche




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