›Bewahre den Dharma. Lebe in Eintracht. Strahle Liebe aus.‹ 
(Dhardo Rimpoche)

Fotostrecke Teil 2: Ein Stupa entsteht...


Frühling bis Juli 2010


Der Stupa wird Reliquien des 1990 verstorbenen tibetischen Meisters Dhardo Rimpoche enthalten. Dhardo war einer der wichtigsten Lehrer Sangharakshitas, des Gründers der Buddhistischen Gemeinschaft Triratna.

Sie können sich hier einen Audiovortrag über ihn und sein Leben anhören.



Auf jeder der vier Seiten des Stupa wird eine Inschrift stehen. Auf der Ostseite Dhardo Rimpoches Name, und auf den anderen drei Seiten je ein Satz von Dhardos "Motto" - seiner einfachen aber tiefgründigen Botschaft an die Welt.



Skizze für die Lotusse am Übergang zwischen Thron und dem Element Erde im Stupa



Um die optimale Form für die Lotusse zu finden, probiert Rupadarshin verschiedene Formen in Ton aus. Dieses Foto zeigt den Prototyp, für den wir uns entschieden haben. Die Lotusse markieren den Beginn des kubischen Stupateils, der für das Element Erde steht.



Anfang Mai 2010 sind genug Steinblöcke fertig, so dass ein erster Aufschichtungsversuch gemacht werden kann. Das Ergebnis vermittelt einen guten Eindruck dessen, wie der Stupa aussehen wird, hier mit nassem Stein.



Ein Stupa braucht auch einen entsprechenden Rahmen! Im April kommen darum Sanghadeva (Gärtner und Schöpfer des wunderschönen Parks in Madhyamaloka/Birmingham; im Bild rechts) und Amritavaca (Landschaftsplaner aus Düsseldorf; in Bildmitte) zusammen, um ein Gesamtkonzept für das Gelände in Vimaladhatu zu erstellen.



Mit Unterstützung von Vidyagita (oben im Bild) und Bodhimitra entwickeln sie spannende Ideen für einen ganz neuen Wegeverlauf den Hang hinunter zum Platz, auf dem der Stupa stehen wird.



Der englische Künstler Chintamani sagt uns zu die Spitze des Stupa, die "Krone", zu fertigen. Die Form dafür hat er schon Jahre zuvor geschaffen und damit die Spitzen der Stupas in Padmaloka und Tiratanaloka gegossen. Sie soll aus Bronze gegossen und dann vergoldet werden.



Im Juni beginnt Rupadarshin mit der Umsetzung der Lotusse am Übergang zwischen dem "Thron" und dem "Element Erde". Der Stein wird zunächst eingeteilt.



Bei der Arbeit an den Lotussen versagen die gewöhnlichen Bildhauereisen aus Stahl. Rupadarshin muss einen seiner 20mm-Wolframkarbid-Spezialmeißel, die eigentlich für die Buchstabengravur vorgesehen sind, umformen und vorne abrunden.



Mit viel Gefühl wird die Form des obersten Blattes aus dem Stein herausgearbeitet...



28. Juni: Die dritte Reihe Lotusblätter ist entstanden. Um die schmalen Einschnitte zwischen den Lotusblättern zu gestalten waren die feinsten Gravurmeißel nötig.



Während der Stupa im Laufe des Jahres in Südengland entsteht, begleitet der Sangha am Buddhistischen Zentrum Essen den Prozess aus der Ferne. Claudia Krüger fertigt hier ein Modell des Stupa in Echtgröße an, das später mit Stoff bezogen und von innen beleuchtet wird.



Um den so entstandenen "Lichtstupa" feiert der Sangha im Hof des Essener Zentrums am Juni-Vollmond eine "Puja". Es ist die erste einer Reihe von Vollmond-Pujas, die jeweils einem der Elemente im Stupa gewidmet sind.



Bei dieser Gelegenheit wird die Stupa-Spitze enthüllt, die von nun an neun Monate lang auf dem Schrein des Buddhistischen Zentrums Essen stehen wird, bis sie feierlich ihren wahren Bestimmungsort auf dem Stupa in Vimaladhatu einnehmen wird.

Die Stupaspitze besteht aus massiver, vergoldeter Bronze. Sie enthält traditionelle buddhistische Elemente wie das Dharmacakra (Rad der Lehre) und Vajras, aber auch der westlichen Kunsttradition entliehene Löwenköpfe.



In England wird am 30. Juni der erste Lotusstein fertig und ist hier im aufgeschichteten Stupa zu sehen.




weiter zu Teil 3 der Fotostrecke...